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Informationsveranstaltung Kyritz-Ruppiner Heide als Nationales Kulturerbe (05.10.2009)
Im Haus der Deutschen Umwelthilfe in 10178 Berlin, Hackescher Markt 4, fand am Montag, den 28. September eine Informationsveranstaltung unter dem Thema "Kyritz-Ruppiner Heide als Nationales Kulturerbe" statt.
Als Mitgliederinformation wird im Nachfolgenden darüber bberichtet:
Informationsveranstaltung
Kyritz-Ruppiner Heide als Nationales Kulturerbe
Ort: Deutsche Umwelthilfe, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin
Zeit: Montag, 28.09.09
Herr Stöcker, Leiter Naturschutz vom Büro Berlin, hatte freundlicherweise die Veran¬staltung organisiert und Vertreter weiterer Umweltverbände eingeladen. Die Veranstaltung sollte über die rechtlichen Möglichkeiten einer zivilen Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide und die Beteiligung von Naturschutzverbänden für den Fall informieren, dass das Verteidigungsministerium auf eine militärische Nutzung rechtswirksam verzichtet.
Teilnehmerliste s. Anlage.
Dr. R. Stock, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Die DBU sieht sich als Fördereinrichtung für Projekte aus den Bereichen
Umwelttechnik,
Umweltforschung/Naturschutz
Umweltkommunikation
mit den folgenden Naturschutzzielen
Wälder mit natürlicher Dynamik, Umbau der Monokulturen
Erhaltung der Offenlandschaften
Renaturierung degradierter Feuchtgebiete
Öffentlichkeitsarbeit, Besucherlenkung.
Förderbedingungen für von der Bundeswehr übernommene Konversionsflächen:
Kooperation mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Übernahme des Personals der Bundesforst
Träger muß wirtschaftliche und finanzielle Verantwortung übernehmen.
Altlastensanierung: wird mit bis zu 200 000 € je Objekt von DBU übernommen, darüber hinausgehende Kosten übernimmt der Bund.
H.J. Schäfer, Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Das BfN fördert und betreut Naturschutz-Großprojekte, Forschungsvorhaben und Mo¬dellprojekte, die allesamt gemeinsam mit externen Partnern durchgeführt werden. Sie haben die großflächige Sicherung unseres Naturerbes zum Ziel. Auswahlkriterien sind Naturnähe, Großflächigkeit, nationale Bedeutung, FFH- Auflagen, auch Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus. Die Förderung besteht gegebenenfalls in Ankauf, Ausgleichzahlungen für naturschutzbedingte Auflagen und Pflegemaßnahmen. Über die Verbändeförderung können Maßnahmen von Verbänden und sonstigen Vereinigungen auf den Gebieten der Umwelt- und Naturschutzes gefördert werden.
Die Flächen müssen sich im allgemeinen Besitz des Bundes oder der Länder befinden, Ressortvermögen (z.B. BMVg) wird nicht gefördert. Für ehemalige WGT-Liegenschaf¬ten existieren spezielle Gesellschaften. Voraussetzung für Förderung ist die Gewährträgerschaft des Landes, d.h. eine Art der wirtschaftlichen Bestandsgarantie für den Verband.
M. Spielmann, Sielmannstiftung
Spielmann berichtete über die Anlage in der Döberitzer Heide, gab aber zu bedenken, dass sich das Konzept wegen der speziellen Randbedingungen (Nähe einer Großstadt, Feuchtzonen) nicht mechanisch auf die Kyritz-Ruppiner Heide übertragen lässt.
Geschäftsform: gemeinnützige GmbH
Größe: 3500 ha, erworben für 2,5 Mio €
6 ständige Beschäftigte, bis zu 80 geförderte Arbeitskräfte.
Ziele:
• Sicherung durch Flächenkauf
• Erhaltung und Erhöhung der Strukturvielfalt zum Schutz der seltenen Flora und Fauna
• Erhaltung durch Beweidung, Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Landnutzungskonzepte für Offenlandschaften
• Schaffung eines wildnisähnlichen Naherholungsgebietes
• Öffentlichkeitsarbeit
Die Tierarten (Wisente, Przewalski-Pferde und Rothirsche) wurden als Wiederansiedelung ausgewählt; sie halten durch ihr Freßverhalten die Landschaft sehr wirksam offen, benötigen jedoch aufwendige Einhegung, Betreuung und Kontrolle.
Diskussion
Die Vertreter der Naturschutzverbände betonten, dass alle Konzepte mit den Anwohnern abgestimmt werden und nicht über ihre Köpfe hinweg beschlossen werden sollten. K. Günther informierte über die geplante Ideenwerkstatt am 8. Oktober in Menz und lud Vertreter der anwesenden Organisationen zur Teilnahme ein. Die Vertreter der Grünen schlugen dagegen einen Runden Tisch im November vor.
Alle zukünftigen Maßnahmen hängen von einer Übergabe des Geländes in das Eigentum des Bundes ab. A. Johst von Naturstiftung David schlug vor, die Liegenschaft dauerhaft im Besitz der BImA zu belassen.
Anwesenheitsliste:
Albrecht, Jana NABU LV Brandenburg 01783316833 albrecht@stadtwind.de
Rehmer, Christian Büro Tackmann 030-227-74310 kirsten.tackmann.ma01@bundestag.de
Mascher, Heinz-Herwig Grüne Liga Brandenburg 03301-6015579
heinz-herwig-mascher@grueneliga.de
Rosenkranz, Gerd Deutsche Umwelthilfe rosenkranz@duh.de
Schäfer, Hans-Jürgen Bundesamt für Naturschutz 0228-84911010 schaefer@bfn.de
Voß, Sylvia Bundesvorstand BUND 0331-705142, 01723884843 sylvia.voss@bund.net
Votke, Albert Deutsche Umwelthilfe
Schrader, Nicole Deutsche Umwelthilfe 030-2400867-96 schrader@duh.de
Spielmann, Michael Heinz-Sielmann-Stiftung 016090914431 m.spielmann@sielmann-stiftung.de
Stelte, Walter Heinz-Sielmann-Stiftung 05527-914348
w.stelte@sielmann-stiftung.de
Schüler, Renate BI Freie Heide 033964-50365, renate@splitterbach.de
Jakuttek, Steffen BI Freie Heide 0160-98461289 jauttek.steffen@bgete.de
Lange, Barbara, AG Freier Himmel 039833-269822 lange-barbara@gmx.de
Kühn, Brigitta BI Freie Heide 033924-70497 buero@freieheide.de
Vogt, Roland vorm. Konversionsbeauftragter Ld Brb 066322-5102, 01721474546 roland.vogt@snafu.de
Behm, Cornelia Mdb Grüne, 03022771567 cornelia.behm@bundestag.de
Johst, Adrian, Naturstiftung David, 0361-5550330
adrian.johst@naturstiftung-david.de
Stöcker, Ulrich, Deutsche Umwelthilfe, 030-2400867-81, stoecker@duh.de
Voß, Burkhard, BUND Brandenburg, 01723084446, 0331-705142 burghard.voss@bund.net
Stock, Reinhard DBU 0541-9633-331 r.stock@dbu.de
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