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Unternehmervereinigung für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung e.V.


 
Unterschriften

  Kreissportbund Ostprignitz-Ruppin gegen Bombodrom (12.03.05)

Auf der Mitgliederversammlung am 12. März 2005 haben sich die Vertreter der Sportvereine des Kreissportbundes Ostprignitz-Ruppin mit ihren 12.500 Mitgliedern mit einer Unterschriftensammlung gegen die Wiederinbetriebnahme des Bombodroms - für die friedliche Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide ausgesprochen.


Übergabe an den Ministerpräsidenten (04.02.05)

Am 4. Februar 2005 übergab der Vorstandsvorsitzende Jens-Peter Golde in Neuruppin eine Unterschriftensammlung mit ca. 1.000 Unterschriften an den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck. Mit ihrer Unterschrift, von meist jüngen Bürgern, bekannten sich die Unterzeichner zu den offenen Brief der Jugend an Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinen Minister Peter Struck.


Offener Brief an Bundeskanzler Gerhard Schröder und Verteidigungsminister Peter Struck - initiiert von der AG Jugend (00.00.04)

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schröder,
werter Verteidigungsminister Herr Struck,

Wir, Schüler, Auszubildende, Studenten und junge Facharbeiter Nordbrandenburgs und Südmecklenburgs fordern die zivile, friedliche und nichtmilitärische Nutzung des „Bombodroms“ in der Kyritz – Wittstock – Ruppiner Heide. Wir, die hier wohnen, lernen, arbeiten und unsere Freizeit mit unseren Familien und Freunden verbringen, wollen dies auch in Zukunft, ohne Flugzeug – und Bombenlärm, tun. Sicherlich sind die Arbeitsplätze in dieser Region nicht mit Höchstlöhnen verbunden. Aber das wird mehr als wettgemacht durch höchste Lebensqualität in dieser wunderschönen Region mit ihrer einzigartigen Natur, die zudem für viele Berliner und Brandenburger ein beliebtes Urlaubs – und Ausflugsziel ist. Mit der Wiederinbetriebnahme des „Bombodroms“ würden Sie all dies zerstören. Sie würden sofort viele tausend Arbeitsplätze vernichten. Um dann Arbeit zu bekommen, müssten wir abwandern und Freunde und Familien zurücklassen. Die Stadt Wittstock ist als Zentrum der Betroffenheit hierfür das beste Beispiel. Allein durch die Ankündigung einer Garnison und die Wiederaufnahme von Tief – und Nachtflügen haben Sie die Schaffung von Arbeitsplätzen und Investitionen verhindert. Sie versprechen 150 Arbeitsplätze, haben jedoch bereits heute tausende verhindert. Wittstock stellt mit der höchsten Abwanderungsrate und trotzdem der höchsten Arbeitslosenquote den traurigen Beweis dafür, dass Sie mit der geplanten Nutzung des „Bombodroms“ in der Kyritz – Wittstock – Ruppiner Heide an einem günstigen Wirtschaftsstandort „Abbau Ost“ betreiben. Das „Bombodrom“ muss künftig im Zusammenhang mit weiteren Milliardengräbern, wie Lausitzring, Chipfabrik und Cargo – Lifter genannt werden. Wir wollen „Aufbau Ost“ betreiben und werden als Dank dafür von Ihnen aus unserer Heimat verjagt. Dafür sind Sie verantwortlich. Sie schaffen Not und Empörung. Denn durch die Wiederinbetriebnahme würden Sie zudem historisches Unrecht wiederholen. Sie treten in die Fußstapfen vorangegangener Diktatur und die Demokratie mit Füßen. Sie nehmen uns unsere Ideale und das Engagement, hier unsere Zukunft aufzubauen. Das entspricht nicht unserem Verständnis von Demokratiepflege. Nein, Sie brechen das Rückgrat der Demokratie in Brandenburg und Mecklenburg – Vorpommern. Woran sollen wir glauben, wenn Sie die Beschlüsse zweier Landesregierungen und den Volkswillen ignorieren – das ist Arroganz der Macht.

Damit sind Sie Wegbereiter für Politikverdrossenheit, Wahlmüdigkeit und radikales Gedankengut – auch bei den jungen Menschen.

Wollen Sie das?

Wir wollen das nicht. Wir wollen hier bleiben in unserer Heimat bei unseren Freunden und Familien, hier arbeiten und Arbeitsplätze schaffen. Wir fordern Sie auf, endlich tätig zu werden und die friedliche, zivile und nichtmilitärische Nutzung der Kyritz – Wittstock – Ruppiner Heide durch eine namentliche Abstimmung im Bundestag zu ermöglichen. Dafür unterschreiben wir.